So werden Terrassendielen richtig verschraubt

Dielen für die Terrasse vorbohren
1. Damit die Schrauben mühelos und passend in den Dielen greifen, sollten die Löcher vorgebohrt werden. Hierzu sollte ein Bohrsenker verwendet werden und es sollte immer die komplette Bohrerlänge genutzt werden. Dazu empfehlen wir Ihnen SIHGA® TERRASSENFIX® BOHRSENKER II TFB/E. Er bohrt und senkt in einem einzelnen Arbeitsgang. Der Weg der Schraube ist so vorbereitet und nur das Gewinde muss sich ins Holz schneiden. Der Kraftaufwand wird minimiert und es entsteht weniger Hitze beim Schrauben.
Vorbohren ist dabei nicht nur eine Frage der Arbeitserleichterung. Eine vorgebohrte Schraube wirkt sauberer. Natürlich lassen sich Terrassenschrauben in Holzarten wie Kiefer, Fichte, oder Tanne auch ohne Vorbohren versenken, doch das Endergebnis ist durch das vorherige Bohren wesentlich sauberer. Wer Terrassendielen aus Hartholz ohne Vorbohren verschraubt, riskiert, das die Schraube sich festdreht und Schraubenkopf abreißt. Im schlimmsten Fall entstehen sogar unschöne Risse im Holz.
Dielen für die Terrasse ansenken und verschrauben
2. Nach dem Vorbohren sollte oder kann das vorgebohrte Loch für den entsprechenden Schraubenkopf angesenkt. Hierbei wird eine kleine Mulde ins Holz und um das Bohrloch herum gefräst, welche die Form des Schraubenkopfes hat. Außerdem sollte das Senkloch denselben Durchmesser wie der Schraubkopf haben und es sollten alle Bohrlöcher in der gleichen Tiefe angesenkt werden. So entsteht ein sehr gleichmäßiges und optisch ansprechendes Bild. Ist die Senke zu groß, könnte sich Dreck und Schmutz in den Rändern sammeln und das Holz um die Schraube herum angreifen.
Um das Absenken zu vereinfachen, kann man einen Bohrer verwenden, der in einem Arbeitsschritt bohrt und absenkt(Flach- oder Kegelsenker je nach Schraube auswählen). Mit einem verstellbaren Tiefenschlag kann man die optimale Tiefe für das Senken einstellen.
2.1. Beim Verschrauben sollte zusätzlich immer ein Abstandshalter verwendet werden. Die unscheinbaren Halter erfüllen wichtige Funktionen. Sie tragen beim Arbeiten zu einem gleichmäßigen Abstand der Dielen untereinander bei. Überdies verhindern Abstandshalter, dass sich Staunässe bildet. Zusammengepresste Fugen ziehen Feuchtigkeit an. Diese bleibt dann zwischen den Holzlagen und die Terrasse verrottet schneller. Mit Abstandshaltern kann das Wasser besser abfließen. Die Terrasse bleibt länger schön und stabil. Als ideale Abstandshalter empfehlen wir Ihnen die THEILO Terrassfix Terrassendielen Abstandhalter.


THEILO Terrassenschraube gerade ansetzen und verschrauben
Was für viele logisch klingt, ist für einige Menschen dennoch Neuland. Wenn die Terrassenschrauben angesetzt werden, dann sollten sie absolut gerade und senkrecht stehen. Nutzen Sie dafür einen Edelstahlbit. Sobald man anfängt zu bohren, sollte in einem Zug verschraubt werden.
Das Ergebnis wird eine einwandfreie Optik sein und eine, Terrasse, die hält und stabil ist.
Verschrauben auf Aluminium- und Hartholz-Unterkonstruktion
Immer mehr Terrassen werden auf Aluminium-Unterkonstruktionen gebaut – hier stoßen herkömmliche Terrassenschrauben an ihre Grenzen. Für diesen Fall gibt es Terrassenbohrschrauben mit spezieller Bohrspitze: Sie durchbohren die Unterkonstruktion selbstständig, sodass nur die Terrassendiele vorgebohrt werden muss.
Wir empfehlen dafür die SopaBohrFix Terrassenbohrschraube für Alu-Unterkonstruktionen. Sie verschraubt Terrassendielen direkt auf Aluminium-Profilen bis 2,5 mm Wandstärke und auch auf Hartholz-Unterkonstruktionen – ganz ohne Vorbohren der Unterkonstruktion. Der Stufenstanzkopf sorgt für hohe Auszugskräfte und verhindert das Aufspalten der Diele, auch bei randnaher Verschraubung. Dank Edelstahl C1 bleiben Schraubenköpfe und Dielen dauerhaft frei von Rostlaufspuren.
Wichtig: Auch bei Bohrschrauben gilt – die Terrassendiele selbst wird immer vorgebohrt und angesenkt (siehe Schritt 1 und 2). Nur so sitzt der Schraubenkopf bündig und das Holz reißt nicht aus.
Ergebnis:
Einwandfreie Optik - kein Spalten des Holzes.

Häufige Fragen zum Verschrauben von Terrassendielen
Muss man Terrassendielen vorbohren?
Bei Harthölzern wie Bangkirai, Cumaru, Ipe oder Garapa ist Vorbohren Pflicht – ohne Vorbohrung reißt das Holz oder der Schraubenkopf dreht sich ab. Weichhölzer wie Lärche, Douglasie, Kiefer oder Fichte lassen sich mit modernen Terrassenschrauben mit Bohrspitze meist auch ohne Vorbohren verschrauben. Für ein sauberes, rissfreies Ergebnis empfehlen wir das Vorbohren jedoch grundsätzlich – besonders an den Dielenenden (randnahe Verschraubung).
Welchen Bohrer zum Vorbohren von Terrassendielen?
Am einfachsten und saubersten gelingt das Vorbohren mit einem Bohrsenker, der das Loch bohrt und gleichzeitig für den Schraubenkopf ansenkt – beides in einem Arbeitsgang. So passt der Vorbohr-Durchmesser exakt zur Schraube, der Schraubenkopf sitzt bündig und das Holz reißt nicht aus. Den richtigen Bohrsenker passend zu unseren Terrassenschrauben haben wir für Sie im Sortiment – einfach ansetzen, vorbohren, verschrauben.
Welcher Abstand zwischen den Terrassendielen?
Der Fugenabstand richtet sich nach Holzart und Restfeuchte beim Verlegen. Als Richtwert gelten 4–7 mm: Bei bereits trockenen Dielen (z. B. Bangkirai, Thermoholz) eher 6–7 mm, da das Holz noch quillt; bei feuchteren Dielen eher 4–5 mm, da sie beim Trocknen schwinden. Ein gleichmäßiger Abstand sorgt für Wasserablauf und verhindert Staunässe – am einfachsten mit Abstandshaltern, die zugleich für ein sauberes Fugenbild sorgen.
Wie viele Schrauben pro Terrassendiele?
Pro Kreuzungspunkt von Diele und Unterkonstruktion werden zwei Schrauben gesetzt – jeweils mit ausreichend Randabstand (mindestens das 5-fache des Schraubendurchmessers zur Dielenkante, bei einer 5-mm-Schraube also ca. 25 mm). Der Abstand der Unterkonstruktionsbalken sollte je nach Dielenstärke und Holzart bei 40–50 cm liegen.
Muss man die Schraubenlöcher ansenken?
Bei Senkkopfschrauben in Hartholz sollte immer angesenkt werden – das sorgt für perfekten Sitz, besseren Halt und ein sauberes Bild. In Weichholz ist es optional. Am einfachsten gelingt das mit einem Bohrsenker, der Bohren und Senken in einem Arbeitsgang erledigt; ein verstellbarer Tiefenanschlag sorgt für gleichmäßige Tiefe.
